Rettet die Umwelt! Rettet das Ittertal!

Die Bundesregierung hat im Jahre 2002 im Rahmen einer „nationalen Nachhaltigkeitsstrategie“ das sogenannte „30-Hektar-Ziel“ formuliert. Demnach soll der tägliche Flächenverbrauch von momentan täglich 74 Hektar auf 30 Hektar pro Tag reduziert werden. Die Europäische Kommission geht sogar noch einen Schritt weiter und strebt ein Flächenverbrauchsziel Netto-Null an. Erreicht werden sollen diese Ziele hauptsächlich durch eine bessere und effizientere Nutzung bestehender Flächen und der Nutzung von Brachen.

„Gelten diese Ziele für Solingen nicht? Wie sollen solche für das Weltklima essentiellen Richtlinien jemals eingehalten werden können, wenn sich jede Kommune bedingungslos dem Wettbewerb, um die anscheinend besten Angebote für potentielle Gewerbeansiedlungen unterwirft und keine Alternativen sucht?“ fragte Alexandra Mehdi, unsere Landtagskandidatin bereits vor einem Jahr.

Das leidige Thema, von Gewerbegebieten, welche dort gebaut werden sollen wo heute noch wichtige Naturgebiete sind, begleitet uns nun schon einige Zeit in Solingen. Konkret vor Ort geht es um das Ittertal. Allgemein geht es darum, dass wir uns gegen die vermeintlich kostengünstigeren Pläne stellen. Den Bau neuer Gewerbegebiete (durch die unsere Umwelt geschädigt wird) lehnen wir ab und fordern stattdessen vorhandene Brachflächen zu reaktivieren. Dies erscheint häufig nur auf den ersten Blick teurer; bezieht man den Umweltschaden in die Rechnung mit ein, so ist klar: erst alle vorhandenen Brachflächen reaktivieren bevor ein Gewerbegebiet in einem schützenswerten Umfeld neu errichtet wird.

Um hier unsere Position noch einmal zu verdeutlichen waren wir draußen im Ittertal. Der WDR hat uns dabei begleitet und wird auch noch einen Bericht dazu senden, auf den wir dann natürlich gerne hinweisen. Symbloisch haben wir einen Baum besetzt und unsere Landtagskandidatin Alexandra Mehdi hat sich an einen Baum gekettet. Für uns sind auch umweltpolitische Positionen nicht verhandelbar. Wenn es nötig wird sind wir bereit vor Ort Widerstand zu leisten. Das war die Aussage der kreativen Aktion, die auch bei vorbeikommenden Spaziergängern gut angekommen ist.

SYSTEM CHANGE NOT CLIMATE CHANGE!

Innerhalb eines auf Profit ausgerichteten, kapitalistischen Wirtschaftssystems bietet sich ausschließlich die Möglichkeit den Schutz der Umwelt gegen diese Logik zu verteidigen. Denn unser Wirtschaftssystem beutet Ressourcen aus, so lange wie dies Profit bringt. Dieser Ausbeutung können politisch Grenzen gesetzt werden – daran beteiligen wir uns gerne! „Doch wir sind der Auffassung, dass es langfristig einen Systemwechsel braucht um die Möglichkeit zu schaffen, dass der Schutz der Natur Teil der ökonomischen Logik wird und nicht weiter gegen diese verteidigt werden muss.“ so Adrian Scheffels, unser Kandidat für die Bundestagswahl im September 2017.